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"Wir öffnen Ihnen die Augen!"
Zirkus, Tanz und Theater beim Weltkindertag
Auf in die Ferien mit dem Freizeitenkalender 2009
Terminhinweise für Dezemberd: Konsolennacht und Weihnachtsmarkt
Nasse Füße und eine Menge Spaß beim Ehrenamtler-Dankeschöntag
OT Werkstattstraße wurde 40!
Frechener JoJo aktiv: Das war / das kommt!
CVJM-Arbeit seit 160 Jahren
"hell.wach.evangelisch."
Haftung für die Homepage?
Termin beim Minister
Die neuen Interantionalisten
Kombinationsmöglichkeiten für FSJ und FÖJ
Mein Kind - rechtsextrem?
Selbsthilfe-Forum gegen Rechtsextremismus
Religionsunterricht für Aleviten
Casting und Ranking
Wie leben wir 2030?
Der neue Tanzstil heißt Tecktonik
Kölner Odysseum öffnet im Frühjahr
Summercamp in Holland
Wettbewerb PlusPunkt Kultur
Förderprogramm für Integrationsprojekte
Hilfswerk der Fernsehlotterie ändert Förderkriterien
"all inclusive" - unbehinderte Gemeinsamkeit
Neue Ideenbörse mit Krippenspielen
Alles Schoko oder was?
Gewalt thematisieren
Ein Teenager im modernen Indien
Integration durch Freiwilligendienst
Jugendverbände und Jugendbeteiligung
Pädagogik im Licht der Neurobiologie
Der Interkulturelle Antirassismuskalender 2009 kann im Jugendpfarramt abgeholt werden!
Organisiert von Melanchthon-Akademie und Ev. Jugendpfarramt nahmen auch in diesem Jahr mehrere Jugendgruppen aus den Gemeinden die Gelegenheit wahr, im Studio ihre eigene Radio-Sendung mit selbst entwickelten Ideen und Konzepten zu produzieren. Ihre Beiträge waren im Frühjahr und Sommer über den Bürgerfunk von Radio Köln und Radio Erft zu hören.
Alle ihre Sendungen nahmen beim Wettbewerb um den Schwarzen Rohling teil, der Ende August nebst weiteren Auszeichnungen für den besten Beitrag verliehen wurde. Eine herrliche Köln-Satire war diesmal der Sieger. Hier stellen wir die Beiträge der Preisträger vor:
Wenn es eine Arznei gegen zu viel Köln-Trunkenheit gibt, dann hatte die Jugendgruppe Simon’s Brothers and Sisters aus der Ev. Kirchengemeinde Porz eine kräftige Mischung davon angerührt: „Sie denken, sie kennen Köln? Dann öffnen wir Ihnen die Augen!“ hieß es zu Beginn ihrer Sendung. Dabei war ihnen nichts heilig, weder die 11.000 Jungfrauen noch die Heiligen Drei Könige, denn „Köln hat es zahlenmäßig faustdick hinter den Glocken“. Die 85 Stadtteile wurden akustisch mal schnell durch den Studiomixer gedreht, und die mobile Kristallkugel zeigte bei dem Blick in die Zukunft eine in 20 Jahren zugemüllte Stadt und den FC zwar als Nr. 1 – allerdings in der 4. Liga! Das alles war so professionell und locker vorgetragen, dass der „Schwarze Rohling“ wie schon einmal 2005 nach Porz ging.
Auch eine weitere Gruppe aus Porz, „Spot aus – Porz an“, hatte sich „Köln“ als Thema vorgenommen und bewiesen, dass es einen unendlichen Fundus für Satire in der Domstadt gibt. Mit der „noch erfolgreicheren“ Kampagne „Du bist Köln!“ statt „Du bist Deutschland!“ aus der Stadt, die angeblich alles noch besser und schöner kann als alle anderen, führten sie den HörerInnen ebenso bissig wie lakonisch vor, dass Köln eigentlich ein Käsebrötchen ist, dessen „halver Hahn“ keinen Flügelschlag hat, dass die Stadt eine Kranline statt einer Skyline besitzt sowie Verkehrsbetriebe in einem Paralleluniversum mit anderer Zeitrechnung. Ohne Frage erhielten sie die Auszeichnung „Beste Radioglosse“.
Während die Siegergruppe nach der Zukunft Kölns in 20 Jahren fragte, stand für eine Ev. Mädchengruppe aus Köln-Ostheim die eigene Zukunft im Mittelpunkt. Mutig hatten sie den Berichten über ihre eigenen Traumberufe Interviews mit älteren Menschen voran gestellt, in denen sie nach deren ursprünglichen Berufswünschen fragten. Dabei zeigte sich, dass die wenigsten ihre oft bescheidenen Träume hatten verwirklichen können. Während die Mädchen für ihre eigene berufliche Zukunft von Erzieherin bis Tierärztin durchaus Chancen sahen, schloss die Sendung mit einer phantastisch-düsteren Vision über die Zukunft unseres Planeten in 500 Jahren: Das Gras ist rot, die Büsche orange, es gibt kaum Wasser, die Sonne scheint ununterbrochen und wenn es regnet, regnet es Sand. Die Sendung erhielt eine Auszeichnung für die „Beste Umfrage“.
Um Wünsche und Träume ging es auch im Radio-Beitrag der Gruppe Ten Sing vom CVJM Köln e.V. Sie bot den HörerInnen einen Ausschnitt aus ihrem aktuellen Bühnenstück und erhielt dafür den Sonderpreis „Schauspiel im Radio“. Bei Ten Sing können sich junge Leute an Schauspiel, Gesang, Skript, Band oder Tanz ausprobieren. Gemeinsam werden Stücke geschrieben und in Eigenregie auf die Bühne gebracht. So wie z.B. das Stück über Martin, der es für einen guten Tausch hält, seine eigenen Träume und Wünsche für seine Traumfrau herzugeben. Mit ihr zusammen schwebt er im siebten Himmel, doch bei der Idylle bleibt es nicht. Wie die Geschichte ausgeht, wurde nicht verraten, aber man bekam Lust auf mehr und wurde neugierig auf die Premiere des Stücks im Herbst 2008.
Die Auszeichnung in der klassischen Kategorie „Beste Reportage“ ging an das Jugendhaus Treffer in Köln Buchheim. Sie hatten ein Reporterteam zum interkulturellen Jugendkunstfestival in Köln-Mülheim geschickt. Engagiert und erfrischend unbekümmert berichteten die recht jungen JournalistInnen vom Festival, ließen Organisator Jürgen Wolke zu Wort kommen, stellten – stellvertretend für viele andere Gruppen – die Tanzformation „Toe Shakers“ der Gesamtschule Holweide vor und fingen zahlreiche O-Töne der Besucher ein. Ihre höchst lebendige Reportage bewies nicht nur, dass es viele künstlerische Aktivitäten von Jugendlichen im Stadtviertel gibt, für die das Festival ein würdiger Rahmen ist, sondern auch junge Reporter-Talente.
Und „last but not least“: Die Gruppe des Christlichen Jugenddorfs (CJD) Frechen heimste den Preis für das beste Interview ein. Politik ist im Alltag der Ausbildungseinrichtung immer ein Thema und die Jugendgruppe hatte es tatsächlich geschafft, eine Abgeordnete aus dem NRW-Landtag vor das Mikrofon zu bekommen. Rita Klöpper von der CDU absolvierte ein "Tagespraktikum" in der Einrichtung und bekam so einen Einblick in den Ausbildungsalltag, indem sie zusammen mit angehenden VerkäuferInnen u.a. Schaufenster gestaltete. Hinterher gestand sie, dass sie sich nicht habe vorstellen können, wie schwierig es sei, z.B. eine Schaufensterpuppe anzuziehen. „Ich muss zugeben, da habe ich jetzt viel mehr Respekt vor“, meinte sie im Interview.
Kräftig mitgemischt hat die Ev. Jugend in Köln und Umgebung wieder beim Weltkindertag in Köln im Rheingarten. Diesmal hatten wir die Koordination und Teile des Bühnenprogramms übernommen, das die Mitgliedsverbände des Kölner Jugendrings im sogenannten „Kölner Knubbel“ zeigten.
Highlights bei dem von Jil Blume moderierten Programm waren evangelischerseits die Bauchtänzerinnen aus Herkenrath, die Mitmachaktionen des Kalker Kinderzirkus Minimumm sowie der Auftritt der Kindertheatergruppe von Theaterpädagoge Christian Schäfer aus der Ev. Gemeinde Köln. Die Gruppen warben mit Ausschnitten aus ihrem aktuellen Programm für den Einstieg von Kindern und Jugendlichen in die Bühnenarbeit.
Mehrere hundert Broschüren mit dem Titel „Wir bieten mehr als Sie glauben“, die einige Angebote in verschiedenen Gemeinden vorstellt, fanden Abnehmer beim Publikum. Als Alice Schwarzer überraschenderweise vorbeischaute, drückte ihr Jugendreferent Jochen Gippert spontan einen girlspace-Prospekt in die Hand, der für das Internetcafé für Mädchen und junge Frauen im Kapitelhaus in der Kölner Südstadt wirbt.
Erste Informationen zu den Kinder- und Jugendfreizeiten der Gemeinden im nächsten Jahr sind bereits eingetroffen, doch um unseren Freizeitenkalender für 2009 im Internet möglichst umfassend zu präsentieren, werden demnächst wieder alle Gemeinden angeschrieben. Dabei geht es nicht nur um Freizeiten anderswo, sondern auch um geplante Ferienaktionen vor Ort.
Dem Schreiben wird wieder ein Formular beiliegen, doch wenn es einen Flyer oder eine andere, etwas ausführlichere Ausschreibung für Ferienfahrten oder –aktionen gibt, ziehen wir diese vor. Jederzeit kann auch eine E-Mail geschickt oder es können Infos per Telefon durchgegeben werden. Und wer schöne Fotos veröffentlichen möchte, kann diese gerne zur Gestaltung der Internetseiten weiterreichen.
JAK – Konsolennacht
In der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember findet nach fünf erfolgreichen LAN-Partys des Jungenarbeitskreises (JAK) nun erstmalig eine Konsolennacht für Jungen statt.
Der Grund: Gerade im vergangenen Jahr hat sich einiges mit Erscheinen der Playstation 3 oder der Wii auf dem Konsolenmarkt getan. Der JAK will mit Jungen diese Welt entdecken und ihre Medienkompetenz fördern. Dabei soll herausge-funden werden, welche neuen Spielkonzepte es gibt und welche wirklich sinnvoll sind.
Wer Fragen zur Konsolennacht hat oder sich anmelden möchte, kann sich melden bei Jörn Ruchmann im Jugendreferat Köln-Rechtsrheinisch, Tel. 0221 / 33 82-284 (E-Mail juref-rrh(at)kirche-koeln.de) oder bei Arno Kühne im Jugendreferat Köln-Mitte, Tel. 33 82-288 (E-Mail juref-koeln-mitte(at)kirche-koeln.de).
Weihnachtsmarkt
In wenigen Wochen öffnet sich wieder der Stand der Ev. Jugend in Köln und Umgebung auf dem Weihnachtsmarkt! Am Montag, dem 1. Dezember, geht es los: Dann sind alle Kinder und Jugendlichen sowie alle Interessierten herzlich eingeladen, beim Weihnachtsbummel auf dem Roncalliplatz einen Abstecher zur Ev. Jugend zu machen und an lustigen Spielaktionen teilzunehmen.
Jugendgruppen aus den Gemeinden, die noch bei der Standbetreuung mithelfen wollen, können sich gerne im Jugendreferat Rechtsrheinisch bei Jochen Gippert, Jugendreferat Köln-Rechtsrheinisch, Tel. 0221-33 82-283, melden. Bis einschließlich Donnerstag, den 4. Dezember, ist die Ev. Jugend auf dem Roncalliplatz gegenüber dem großen Weihnachtsbaum präsent.
Es war der erste Dankeschöntag für Ehrenamtliche in der Kinder- und Jugendarbeit für ganz Köln und Umgebung, und 60 Menschen hatten es geschafft, am Samstag Morgen früh aufzustehen, um pünktlich am Bahnhof Deutz zu sein.
In Schladern ging es los. Erst gab es eine Einweisung zum Steuern und Paddeln mit dem wunderbaren Abschlusssatz: „Wenn ihr kentert gilt: Der Mensch hat Priorität vor dem Material – das gilt allerdings nicht für die Paddel“. Und dann wurde es ernst. Rettungswesten an, Paddel geschnappt und rauf auf die Sieg. In drei Gruppen ging die ganze Bande aufs Wasser, und nicht allen war ganz wohl dabei. Jeweils ein Raftingboot mit einem Kanuguide und 5- 6 Kanus starteten in Etappen. Spätestens bei der Kanurutsche ein Stück flussabwärts gingen dann die ersten baden.
Am Ende nach dreieinhalb Stunden Paddeln am Ziel in Herrchen waren alle nass und leider wegen des etwas blöden Wetters auch durchgefroren. Trockene Kleidung zum Wechseln hatten alle ja dabei, aber eben keine Schuhe. So kam es, dass einige ganz Verzweifelte versuchten, ihre Schuhe über dem Grill zu trocknen, was aber nur bedingt funktionierte – nämlich gar nicht. Socken trocken schleudern wurde auch mit wenig Erfolg gekrönt, und so wurde das anschließende gemeinsame Essen und der Gottesdienst oben trocken und unten nass bestritten. Zum Glück durften wir ein großes Festzelt vor Ort nutzen, und dort wurde lecker gegessen, ohne wieder von oben nass zu werden.
Der Abschlussgottesdienst hatte das Thema Sicherheit und war von Jugendlichen und der Jugendleiterin aus Weiden vorbereitet worden – vielen Dank noch einmal dafür!!!
Ein Dank für die viele ehrenamtliche Mitarbeit, die ja eigentlich unbezahlbar ist, wurde dann auch noch ausgesprochen und symbolisch mit Geldscheinen aus Esspapier bewiesen. Mit nassen Füssen und voller Eindrücke ging es dann nach Hause zurück, und so mancher hatte sicher nach diesem Tag eine kleine Erkältung.
Katrin Reher
Ein gut besuchtes, erfolgreiches Fest wurde die Geburtstagsfeier zum 40-jährigen Jubiläum der OT Werkstattstraße. Zahlreiche Besucher und viele Ehemalige waren der Einladung gefolgt und im Offenen Treff der Ev. Kirchengemeinde Nippes zur Feier erschienen.
Für sie gab es u.a. ein Open-Air-Bühnenprogramm mit hauseigenen Bands und einer Breakdance-Vorführung. Wer von den jüngeren Gästen selber aktiv werden wollte, konnte sich bei einer der vielen Spielaktionen austoben oder erste Schritte beim Breakdance probieren und im Haus an einem Schnupperworkshop teilnehmen. Die älteren Besucher freuten sich über die gute Bewirtung mit Kaffee, Kuchen und Gegrilltem.
Spuren der Feier fanden sich noch mehr als zwei Wochen später viele Kilometer weiter Richtung Osten. Bis zu 360 km Luftlinie waren die Ballons geflogen (siehe Karte auf www.ot-nippes.de), die beim Geburtstagsfest mit Grüßen losgeschickt worden waren.
Konfirmanden-Projekt zum Thema „Liebe“
"Liebe ist alles, was du brauchst."
Die Beatles haben diesen Titel gesungen. Jeder wird zustimmen, dass es kaum einen treffenderen Satz als diesen gibt. Niemand kommt ohne Liebe aus.
Aber was ist überhaupt Liebe? Gibt es einen Unterschied zwischen Freundschaft und Liebe? Nächstenliebe, Geschwisterliebe... Liebe kann so vielseitig sein.
Über einen Zeitraum von sechs Wochen versuchten 16 Mädchen zusammen mit Jugendleiterin Katharina Dominik, der Liebe auf die Spur zu kommen!
Die Stimmung in dieser bunt zusammen gewürfelten Gruppe der Ev. Kirchengemeinde Frechen war immer sehr gut. Wir lachten viel, und die Mädchen konnten von ihren Problemen, Sehnsüchten und Wünschen erzählen. In der Bibel fanden wir Interessantes über die Liebe, besonders das „Hohe Lied“ beinhaltet vieles, was wir in den Alltag übertragen konnten. Aber auch die unterschiedlichen Formen der Liebe und die unterschiedlichen Ansichten der Geschlechter rückten in unser Interesse.
Trotz sehr intensiver Arbeit sind wir sicher, noch nicht alles über die Liebe erfahren zu haben.
Das kommt:
Das Kinder- und Jugendzentrum JoJo sucht:
Schauspielnachwuchs
Immer dienstags von 18.30 bis 20.30 findet der Schauspielkurs für alle von 14 bis 18 Jahren statt. Neben den schauspielerischen Grundlagen zur Präsenz auf der Bühne, sprechen und bewegen, werden die Grundtechniken des Improvisationstheaters vermittelt. Wer Interesse hat, bitte im JoJo melden!
Holzstühle
Für ein Kunstprojekt mit Kindern und Jugendlichen im nächsten Jahr sucht das JoJo Holzstühle in verschiedenen Variationen. Alle, die noch einen alten Stuhl haben, den sie gerne loswerden möchten, bitte melden!
Alle Infos und Anmeldungen im JoJo, Alte Str. 214, Tel. 02234-545 06.
Das JoJo-Team
Außer Schlafdecken hatte man die gesamte Verpflegung für sieben Tage mitzubringen. Man konnte nicht einfach Brötchen kaufen, geschweige denn andere Lebensmittel. Wer „vom Lande“ kam, war gehalten, neben vorgezählten Brotschnitten und Aufstrich auch Kartoffeln oder Gemüse mitzubringen, soviel er tragen konnte. Die Städter hatten ja nichts.“
So beschreibt ein Autor die Umstände bei einer Bläserfreizeit des CVJM in der Nachkriegszeit. Dies ist eine von vielen Erinnerungen, die der CVJM Westbund in seinem Jubiläumsheft aus der Reihe netzwerk zusammengetragen hat. Auf 160 Jahre bewegte Geschichte blickt der Verband zurück. „Wenn wir dies vor dem Hintergrund der Zeitgeschichte betrachten, dann können wir schon staunen“, schreibt Friedemann Schmale in seinem Vorwort. Von der Deutschen Revolution bis zu Bismarck, vom aufkommenden Kommunismus bis zu den Weltkriegen, von der Zeit des „Flower Power“ bis zum „Deutschen Herbst“ gab es engagierte CVJM-Arbeit.
Wie unterschiedlich die Ausgangsbedingungen früher im Vergleich zu heute waren, beschreibt u.a. ein Artikel über die Sportgeschichte des CVJM:
„Die Generalversammlung [des Westbundes] erlebte im Oktober 1860 eine durchaus kontroverse Diskussion. Es ging um das Verhältnis zu den Turnvereinen. [...] Einige sahen darin ein „Werk des Teufels“, andere erkannten, dass Turnen ein Segen für Leib und Seele sei.
Vieles, was heute selbstverständlich ist und die Arbeit bereichert, hat eine lange Entwicklungsgeschichte hinter sich. Aus dem „Christlichen Verein Junger Männer“ wurde der „Christliche Verein Junger Menschen“. Neue Sportarten wurden aufgegriffen und gefördert. Die Ten Sing-Bewegung bringt seit Ende der 80er Jahre Jungen und Mädchen vielseitige Möglichkeiten, kreativ zu werden.
Anderes blieb über die gesamten Jahre konstant: „Es gibt [...] in der Jungenarbeit des CVJM-Westbundes seit dem 19. Jahrhundert durchgängige und beständige Elemente, die sich [...] immer neu bewährt haben, so dass auch heute noch in vielen Jungenschaften reges Leben herrscht und sich Jungen in ihrer Gruppe wohlfühlen.“ Und Andachten wie Bibelarbeit sind auch heute selbstverständlicher Teil von Gruppenstunden, denn: „Die Gute Nachricht von Jesus steht damals wie heute unverändert im Zentrum der Arbeit.“
(Alle Zitate aus: netzwerk Nr. 4/08)
„Klasse Initiative und genau die Art „Protest“ gegen Halloween, die ich mag: nicht oberlehrermäßig über den Werteverfall motzen und rumsitzen, sondern feiern und eine echte Alternative auf die Beine stellen“, lautet der Kommentar einer jungen Frau zu der bundesweiten Kampagne „Churchnight“, die das Ev. Jugendwerk Württemberg gestartet hat. Mit kreativen Gottesdiensten und phantasievollen Aktionen möchte das Jugendwerk den Reformationstag unter dem Motto „hell.wach.evangelisch.“ stärker unter junge Leute bringen und auch zum Thema in den Medien machen. Der 31.10. soll nicht Halloween überlassen bleiben. Und auch Kirchen-Distanzierte will man mit der Aktion erreichen.
Knapp 600 Veranstalter sind dieses Jahr beteiligt, darunter die Heilig-Geist-Kirche in Bergisch Gladbach mit einem Churchnight-Gottesdienst für KonfirmandInnen und der CVJM-Köln-Süd in der Gemeinde Köln-Raderthal. Dort heißt es: „Yougo meets Churchnight“ beim 3. Jugendgottesdienst der Ev. Philippusgemeinde. Unter der Überschrift „Kirche, Luther, Thesen – was geht mich das an“ können junge Leute ihren eigenen Reformationsweg entdecken.
Als offiziellen Bibeltext für den Tag empfiehlt ChurchNight die Übersetzung der BasisBibel der Deutschen Bibelgesellschaft, an deren Zustandekommen viele Jugendgruppen in ganz Deutschland beteiligt waren. Der Spendenerlös der Aktionen soll über die Weltbibelhilfe der Bibelverbreitung in China zugute kommen. Mehr Hintergrundinformationen zu ChurchNight, Infos zu Veranstaltern vor Ort und zahlreiche Aktionsideen unter www.churchnight.de.
Wenn man eine eigene Homepage betreibt oder die Möglichkeit bietet, eine Internetseite zu erstellen, muss man sich zunehmend mit rechtlichen Fragen auseinandersetzen. Wie ist das zum Beispiel, wenn eine Jugendgruppe der Gemeinde eine eigene Homepage ins Internet gestellt hat, kann die Kirchengemeinde dann für diese Seite haftbar gemacht werden?
Dazu heißt es im EKiR-Info vom Oktober 2008:
Ist ersichtlich, dass es sich um eine Homepage der Kirchengemeinde handelt, kann sie für Inhalte haftbar gemacht werden. Werden Persönlichkeitsrechte verletzt, greift der vorhandene Versicherungsschutz. Werden aber Urheberrechte nicht beachtet, wird etwas kostenpflichtiges Kartenmaterial eingestellt, muss die Kirchengemeinde in der Regel zahlen.
Neue Verfassung in Bolivien – und die Kinder reden mit
Als sogenanntes Entwicklungsland ist Bolivien mit den reicheren Ländern wirtschaftlich nicht zu vergleichen. Doch in einer Beziehung ist das südamerikanische Land den Industrienationen voraus: Dort durften bei den Beratungen zur neuen Verfassung auch Kinder und Jugendliche mitreden und ihre Forderungen vortragen.
Das Recht auf Kriegsdienstverweigerung gehörte dazu, das Recht auf Mitsprache, eine kostenlose Schulbildung sowie Gesundheitsvorsorge. Die Forderung der Kinder, Kinderarbeit nicht zu verbieten, traf dabei auf die größten Widerstände.
Doch eine Vertretung der „Union der arbeitenden Kinder Boliviens“ (UNATSBO) hatte es geschafft, deswegen einen Termin beim Außenminister zu bekommen. Sie überreichten ihm ein Manifest, das Kinderarbeit als Bildungsinstrument und kulturelles Erbe sieht. Ausbeutung müsse unter Strafe stehen, doch ein Verbot würde Mädchen und Jungen noch schutzloser machen, sagten sie.
Der Außenminister versicherte, die Wünsche weiterzugeben. Doch im Verfassungsentwurf stand trotzdem ein Verbot der Kinderarbeit. Erst als UNATSBO mit der Unterstützung von terre des hommes ihre Mitglieder mobilisierte, vor den Regierungspalast zog und die Präsidentin des Verfassungskonvents, den Vizepräsidenten und einige Abgeordnete traf, konnte sie sich schließlich durchsetzen. Nun heißt es, dass jegliche Form erzwungener Arbeit und Ausbeutung verboten sei. Der bildende Charakter der Mitarbeit vor allem in Familien sowie die Notwendigkeit des Schutzes der Kinder werden anerkannt.
Im Gegensatz zu den wesentlich älteren europäischen Demokratien hatten Regierungsverantwortliche in Bolivien die Kinder und Jugendlichen ernst genommen und sie letztendlich mitentscheiden lassen. Und diese wussten sehr genau, wovon sie reden und was sie wollten. In der Delegation für den Minister war z.B. ein 11-jähriges Mädchen dabei, die 300 km weit gefahren war, um ihre Gruppe aus dem Minenzentrum Llallagua zu vertreten. Sie verdient ihr Geld in einer Mineralienfabrik. Außerdem geht sie in die fünfte Klasse, will Abitur machen und studieren.
(Infos zum Artikel nach terre des hommes Nr. 1/2008)
Das passiert wohl nur bei wenigen Regierungsprogrammen für junge Leute: Dass die Internetseite zum Programm bald nach dem Start zusammenbricht vor einer Flut von Anfragen. So geschehen beim Online-Start des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes „Weltwärts“; den das Entwicklungshilfeministerium seit einem Jahr anbietet.
Bei „Weltwärts“ können sich junge Leute von 18 bis 28 Jahren für einen unbezahlten, aber auch kostenlosen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst bewerben. Private Hilfsorganisationen bieten die Plätze in ihren Projekten an, die Bundesregierung übernimmt die Kosten. Bisher sind mehr als 10.000 Bewerbungen eingegangen. Auf der Länderliste finden sich vor allem afrikanische, asiatische und lateinamerikanische Staaten, aber auch Kroatien und Mikronesien sind dabei.
Während einige der privaten Träger bis vor kurzem noch Nachwuchssorgen hatten, so ist das spätestens seit „Weltwärts“ ganz anders geworden. Eine Bewerberin begründet ihr Interesse damit, dass sie im Kleinen etwas bewegen könne, auch wenn sie damit nicht die ganze Welt verändere. Wie sie denken wohl viele junge Leute. Für sie ist die Website www.weltwaerts.de eine besonders interessante Adresse.
Die Jugendfreiwilligendienste wie Freiwiiliges Soziales Jahr (FSJ) und Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) wurden gesetzlich neu geregelt und dabei ihre Flexibilität erhöht. Dazu heißt es in einer Mitteilung des Bundesjugendministeriums:
Das Jugendfreiwilligendienstegesetz ermöglicht es Jugendlichen künftig, die freie Zeit zwischen Schulabschluss und Berufsausbildung oder Studium und einem FSJ/FÖJ besser abzustimmen. Jugendliche, die ein FSJ/FÖJ ableisten wollen, können ihren Dienst flexibler aufteilen.
Die wichtigsten Neuerungen sind:
Wer mehr wissen möchte, kann auf den Internetseiten des Ministeriums (www.bmfsfj.de, Rubrik Freiwilliges Engagement) eine Informationsbroschüre zu den Freiwilligendiensten bestellen.
Was tun, wenn das eigene Kind plötzlich rechtsextreme Tendenzen zeigt? Oder sich einer rechten Clique angeschlossen hat? Wenn in der Jugendgruppe eine Teilnehmerin ein rechtsextremes Weltbild vertritt oder vor der Jugendeinrichtung rechtsextremes Propagandamaterial verteilt wird?
Die Annäherung von Jugendlichen an die rechtsextreme Szene macht Eltern und PädagogInnen oft ratlos. Das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in NRW (IDA) in Düsseldorf hat sich des Problems angenommen und auf einem Flyer allgemeine Verhaltenstipps veröffentlicht. Darüber hinaus kann sich jede/r an IDA wenden, um sich professionelle Beratung zu holen bzw. um die Adresse einer Beratungsstelle vor Ort zu erfahren.
In NRW wurde ein landesweites Netzwerk zur Beratung von Familienangehörigen und Bezugspersonen gegründet. Mitglieder des Netzwerks sind neben IDA Jugendämter, Beratungsstellen, Schulen und Einzelpersonen. Es bietet Unterstützung beim pädagogischen Umgang mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen sowie Informationen und Handreichungen rund um das Thema. Dieses Angebot ist vertraulich und kostenlos.
Die Nummer des Infotelefons bei IDA-NRW lautet: 0211 / 15 92 55 5. Dort kann auch der Flyer bestellt werden.
An dieser Stelle ist in der Druckausgabe die Zusammenfassung eines Originalartikels zum Internetportal www.netz-gegen-nazis.de wiedergegeben. Wer sich für diesen Artikel interessiert, kann sich an das Jugendpfarramt wenden.
An dieser Stelle ist in der Druckausgabe die Zusammenfassung eines Original-Artikels wiedergegeben. Wer sich für diesen Artikel interessiert, kann sich an das Jugendpfarramt wenden.
Casting-Shows sind ein Phänomen, das nicht nur auf Deutschland beschränkt ist. Doch in unserem Land gibt es mit Abstand die meisten Shows dieser Art. In der Septemberausgabe von zeitzeichen – evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft untersuchte Ludwig Laibacher die Gründe für den Erfolg solcher Sendungen.
Bei diesen Shows, die keine echten Wettbewerbe seien, sondern ein „getürktes Aufeinanderlosgehen“, werden die Zuschauer durch die Inszenierung eines „Dramas“ gefesselt, meint Laibacher. Ungerecht behandelte Kandidaten, fiese Sprüche aus der Jury zwängen dazu, Partei zu ergreifen und setzten diffuse Reflexe frei, die als Kitt für die Zuschauerbindung wirkten. Alles Reden über Aussehen, Talente oder bestimmte Verhaltensweisen von Kandidaten schaffe Räume, in denen sich der Widerstreit der Affekte gesellschaftlich sanktioniert austoben könne.
Doch das findigste Format bliebe erfolglos, so Laibacher, träfe es nicht auf Entsprechungen. Der Big-Brother-Container oder der Fortgang einer Castingshow könne nur Menschen in einer Gesellschaft magnetisieren, in der längst ähnliche Spielregeln gelten. An die Stelle eines Systems von Respekt, Wertschätzung oder Ablehnung auf der Basis komplexer Befunde sei das Ranking getreten. Verehrung, Schadenfreude oder Verachtung seien die gängige Währung: „Damit, so der Glaube, kann man über Stars verfügen. Denn die füllen die Leere, die nach dem Verschwinden von Utopien und Wertordnungen übergroß geworden ist.“
Der vollständige Artikel von Ludwig Laibacher kann gerne als Kopie im Jugendpfarramt angefordert werden.
„Mut zur Zukunft“ ist die konkrete Antwort der Bevölkerung auf die Frage, wie wir in zwanzig oder dreißig Jahren leben werden. Dies ist einer der Kernsätze einer Studie zur Zukunft in Deutschland im Jahre 2030. Professor Horst W. Opaschowski stellte sie in diesem Jahr in Hamburg vor. Statt passiv oder depressiv in die Zukunft zu blicken, wolle die Bevölkerung über alle Generationen hinweg offensiv für eine lebenswerte Zukunft kämpfen. Gleichzeitig wandle sich die Arbeitswelt: Sie werde durch den immer größeren Frauenanteil weiblicher, ältere Arbeitnehmer würden öfter mit 50 noch einmal durchstarten. Und drei Viertel der Bevölkerung wollten freiwillig über 65 hinaus arbeiten und ihre Rente aufstocken, statt über Altersarmut zu klagen.
Der auch als Buch unter dem Titel „Deutschland 2030. Wie wir in Zukunft leben“ veröffentlichte Zukunftsreport sagt einen Wertewandel mit positiver Grundrichtung voraus: Hilfsbereitschaft, Freundschaft und soziale Gerechtigkeit würden zunehmend wichtiger. Und Geborgenheit werde für jeden zweiten Bundesbürge wieder genauso viel Bedeutung haben wie Freiheit.
In der jungen Generation ist laut der Studie der Anteil der sogenannten „Hedonisten“ immer mehr zurückgegangen. Ehe und Familie rückten wieder mehr in den Mittelpunkt, die Mehrheit der jungen Leute entdeckten den Wert von Verlässlichkeit wieder. Darüber hinaus wolle die junge Generation im Leben etwas leisten und zugleich das Leben genießen. Zusammenfassend heißt es: „Leistungslust heißt das Lebenskonzept der jungen Generation im 21. Jahrhundert“.
An dieser Stelle ist in der Druckausgabe die Zusammenfassung eines Original-Artikels wiedergegeben. Wer sich für diesen Artikel interessiert, kann sich an das Jugendpfarramt wenden.
An dieser Stelle ist in der Druckausgabe die Zusammenfassung eines Original-Artikels wiedergegeben. Wer sich für diesen Artikel interessiert, kann sich an das Jugendpfarramt wenden.
Für diejenigen, die im nächsten Jahr eine günstige Freizeit an einem Ort nicht allzu weit weg von Köln anbieten wollen, könnte das Heino Summercamp eine Möglichkeit sein. Das Camp liegt einige Kilometer nordwestlich von Enschede in den Niederlanden und bietet seit 1960 Unterkünfte für Kinder- und Jugendliche auf einem großen Freizeitgelände an.
Der Übernachtungspreis beträgt 22,40 € pro Person. Darin sind drei Mahlzeiten enthalten sowie die Nutzung verschiedener Angebote auf dem Gelände, wie Kletterwand, Bogenschießen, GPS-Jagd, Ponyreiten, Schwimmbad, Kino, Disco und einiges mehr. Kombiniert mit einer günstigen Anreise könnte das Summercamp ein vergleichsweise preiswertes Freizeitangebot sein. Anschauliche Rundum-Fotos geben im Internet (www.heino.nl) einen Eindruck von den Unterkünften. Infos gibt es auch unter Tel. 0031 / 572 393 049 oder per Mail an post(at)heino.nl.
Die Bundesvereininung kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) e.V. hat den Wettbewerb „PlusPunkt Kultur“ ausgerufen. Es werden 30 Preise für Projekte oder Projektkonzeptionen vergeben, die das freiwillige kulturelle Engagement an Schulen und in sozialen Brennpunkten fördern oder auch Brücken der Verständigung zwischen den Generationen und Kulturen aufbauen.
Gefördert werden insbesondere Projekte, die Chancen und Herausforderungen der kulturellen Vielfalt thematisieren (z.B. Leben der Einwanderer und Einheimischen gestern und heute), Ideen die die kulturelle Beteiligung in sozialen Brennpunkten erhöhen (z.B. Werbefotografien von Leuten aus dem Viertel) und Projekte, die den Dialog der Generationen fördern (z.B. Fotoausstellung über die generationsspezifische Wahrnehmung der jeweils anderen Generation).
Teilnehmen können Jugendliche und Erwachsene im Alter von 14 bis 30 Jahren, aber auch Einrichtungen, die gemeinsam mit Jugendlichen ein Projekt planen. Bewerbungsschluss ist am 15. Dezember 2008. Die besten 30 Projekte erhalten jeweils 1.000 € Preisgeld und werden von der BKJ in punkto Management und Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Weitere Infos und das Bewerbungsformular stehen im Internet unter www.plus-punkt-kultur.de bereit.
Seit 2005 schreibt die Robert-Bosch-Stiftung das Programm „Integration junger MigrantInnen“ aus, das überzeugende Projektideen zur Integration junger Menschen im Kindergarten, in der Schule und in der Freizeit fördert. Insgesamt wurden bisher 550.000 € zur Verfügung gestellt.
Auch 2009 kann man sich mit Projekten bewerben, die Kinder und Jugendliche aus MigrantInnenfamilien dabei unterstützen, ihre Talente zu entfalten, ihren Schul- und Berufsweg erfolgreich zu gestalten, oder die sie ermutigen, aktiv am Gemeinwesen teilzuhaben.
Die Förderung beträgt bis zu 5.000 € für maximal zwei Jahre. Vorraussetzung ist, dass MigrantInnen aktiv an der Planung und Durchführung der Vorhaben beteiligt sind. Wer Fragen zur Bewerbung hat, kann sich an die Stiftung Mitarbeit wenden, die mit der Durchführung des Programms betraut ist. Ansprechpartnerin ist Brigitte Mies-van-Engelshoven, Tel. 0228 / 604 24 12, E-Mail mies-vanengelshoven(at)mitarbeit.de. Infos im Internet und die Antragsformulare finden sich unter www.bosch-stiftung.de/junge_migranten. Letzter Eingangstermin für einen Antrag ist der 31.1.2009.
Das Deutsche Hilfswerk der ARD Fernsehlotterie hat seine Förderkriterien dahingehend verändert, dass nun auch Projekte der Kinder-, Jugend- und Familienarbeit gefördert werden können.
Die zu fördernden Maßnahmen müssen sich dabei auf die Bedürfnisse von Jungen und Mädchen beziehen. Unterstützt werden Projekte, die einen ausgewiesenen Sozialraumbezug haben, die geschlechtersensibel angelegt sind, die die Eigeninitiative von jungen Menschen zur Grundlage haben und solche, die die Integration benachteiligter junger Menschen fördern und sich für Toleranz und Respekt einsetzen.
Richtlinien zur Vergabe von Mitteln der Stiftung Deutsches Hilfswerk und Antragsformulare gibt es im Internet unter www.einplatzandersonne.de.
Auf dem Kirchentag letztes Jahr in Köln konnten viele Jugendliche erleben, wie Rollstuhlbasketball allen Spaß machte, Behinderten wie Nichtbehinderten. Eine Vielzahl weiterer Möglichkeiten zur Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung beschreibt die Arbeitshilfe der Arbeitsgemeinschaft der Ev. Jugend (aej) „all inclusive – Praxis der integrativen Jugendarbeit“.
Dort werden u.a. Projekte, Freizeiten und Bildungsprogramme vorgestellt, z.B. eine Schlauchboot-Tour, Videoarbeit in integrativen Gruppen, Live-Rollenspiel, Kunstwerkstatt oder eine Rollstuhl-Fahrrad-Tour. Das Ziel, jungen Menschen mit und ohne Behinderung Erfahrungen miteinander zu ermöglichen, wie es die aej in einem Beschluss von 2003 festhielt, soll nach Rolf Ulmer, Vorsitzender der aej, kein Lippenbekenntnis bleiben. Die Arbeitshilfe will mit Materialien und Anregungen die Umsetzung des Beschlusses fördern.
Das „Forum inklusiver Evangelischer Jugendarbeit“ als Herausgeber von „all inclusive“ hat seinen Namen bewusst gewählt. „Inclusive“ meint, dass Behinderte ein inklusiver, dass heißt unverzichtbarer Teil der Jugend- und Gemeindearbeit sind. Dies impliziere, dass bei sämtlichen inhaltlichen und organisatorischen Planungen diese Menschen ganz selbstverständlich mit berücksichtigt werden.
Die vorliegende Arbeitshilfe enthält zahlreiche Beispiele und Anregungen für so einen inklusiven Weg. Sie kann per Mail (bestellung(at)forum-inklusiv.de) zum Selbstkostenpreis von 9 € plus Versandkosten angefordert werden. Wer mehr über das Forum wissen möchte, kann ins Internet schauen (www.forum-inklusiv.de) und findet dort auch entsprechende Kontaktdaten.
Auf welch unterschiedliche Weise Kindern mit Krippenspielen ein Zugang zur Weihnachtsgeschichte vermittelt werden kann, das zeigt der 7. Teil der Ideenbörse, die von den Gemeinden des Kirchenkreises Köln-Nord erstellt wurde.
Da gibt es die aktuelle Reportage von Bethlehem TV, den Engel, der unangemeldet in einer Wohnung in Meckenheim auftaucht, den Räuber Horificus, der es auf die Schätze der heiligen drei Könige abgesehen hat, oder das kleine Mädchen Cecilie, die so gar nichts Besonderes an dem Stall in Bethlehem finden kann:
„Alles, was ich sehe, ist ein kleines Kind. Auf Stroh in einem Stall. – Alles ist so dunkel. Kein einziges Licht“ , erzählt sie dem Engel Ariel, der sie begleitet. „Ehrlich gesagt, ich habe mir das anders vorgestellt. Wenn jemand auf die Welt kommt, der ‚Heiland’ und ‚das Licht der Welt’ genannt wird...“
Doch am Ende der Geschichte hat sie etwas davon erfahren, was mit „Licht der Welt“ gemeint ist. Die Erzähler wenden sich nun an das Publikum: „Und was ist mit Ihnen? Brauchen Sie noch Beweise? Oder etwas Bedenkzeit?“
Keine Bedenkzeit ist nötig, um die Ideensammlung bei Susanne Hermanns, Kirchenkreis Köln-Nord, Tel. 0221 / 56 95 98-13 oder per Mail (susanne-hermanns(at)kkk-nord.de) anzufordern.
„Für alle, die sich für Schokolade interessieren“ (wer täte das nicht!) und die mit Kindern erforschen wollen, wo die Schokolade herkommt, hat der Fair Trade e.V. die Schokobox entwickelt. Sie ist für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren gedacht und steckt voller Bildungsmaterial zum Thema Kakao und Schokolade aus Fairem Handel:
Die Schokobox kann für 15 € zzgl. 3,50 € Versandkosten bei der GEPA per E-Mail unter zba(at)gepa.org oder per FAX unter 0202 / 266 83 10 bestellt werden. Wer weitere Informationen sucht, liegt mit www.fair4you-online.de richtig.
„Gewalt zum Thema machen“ lautet der Titel eines neuen umfangreichen Handbuchs, Herausgegeben von so erfahrenen Autoren wie Ralf-Erik Posselt (Gewalt-Akademie Villigst) beschreibt es zunächst den Stand der Forschung über Ursachen von Aggression und Gewalt im Jugendbereich sowie die sozialen und ökonomischen Hintergründe.
Ein weiteres Kapitel vermittelt Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis zu ausgewählten Handlungsfeldern wie Familie, Schule und Ausbildung. Der dritte und umfangreichste Teil stellt verschiedene Seminare und Trainings zur Gewaltprävention vor, zum Beispiel:
Zu vielen der angesprochenen Themen gibt es spezielle Übungen (z.B. ein Anti-Mobbing-Training), Arbeitsblätter und Literaturhinweise. Das 250-seitige Handbuch richtet sich vor allem an Mitarbeitende in der schulischen oder außerschulischen Bildungsarbeit. Es möchte Kompetenzen vermitteln, die wegführen von einer eher ohnmächtigen Anti-Gewalt-Position hin zu einer konstruktiven Thematisierung. Das Buch kann per Mail (gudrun.kirchhoff(at)afj-ekvw.de) für 5 € plus Versandkosten bestellt werden.
Die 13-jährige Priya ist ganz schön selbstbewusst. Sie lebt mit ihrer Mutter in Neu-Delhi. Und wirklich gefehlt hat ihr außer einer zweiten Portion Schokoladeneis bisher kaum etwas. Über ihren Vater hat sie nie nachgedacht, dafür war das Leben mit ihrer Mutter einfach zu gut. Die Nachricht, dass ihr Vater sie plötzlich kennen lernen will, kommt für Priya einem Erdbeben gleich.
Als „eine etwas andere Familiengeschichte aus dem modernen Indien“ beschreibt der Schweizer NordSüd-Verlag das Buch Ein Querkopf kommt selten allein von Rupa Gulab. Teenager in Deutschland können hier lesend einen Teil des modernen Indien kennen lernen und dabei die Erfahrung machen, dass einige Dinge zwar anders, aber vieles dort auch ganz ähnlich passiert wie hier. Und Probleme mit den Eltern und einer Scheidung gibt es eben auch. Rupa Gulab erzählt ihre Geschichte mit viel Witz – und einem Happy-End. Das Jugendbuch ist in der Reihe Baobab im NordSüd-Verlag erschienen und kostet 12,95 €.
Der Praxisleitfaden „Freiwillig? Na klar!“ stellt die Erfahrungen eines bundesweiten Modellprogramms vor, mit dem drei Jahre lang (2005-2008) erprobt wurde, unter welchen Bedingungen freiwilliges Engagement junger MigrantInnen, die sonst in Freiwilligendiensten eher selten anzutreffen sind, gelingen kann.
Während der Durchführungsphase zeigte sich: Für viele junge Menschen mit Migrationshintergrund ist der Freiwilligendienst der erste gelingende und konstruktive Kontakt zur Mehrheitsgesellschaft. Er bedeutet für sie häufig einen Meilenstein in der Integration. Die jungen Menschen wollen sich engagieren und sind bereit, Zeit und Energie zu investieren. Sie wollen helfen und sind froh über die Möglichkeit, etwas zu geben und nicht nur, wie sie es in der Regel bis dahin erfahren haben, Hilfe zu erhalten.
Das vom Bundesjugendministerium geförderte Projekt kann als großer Erfolg gewertet werden. Es eröffnete den TeilnehmerInnen Möglichkeiten zu aktiver gesellschaftlicher Beteiligung und öffentlicher Anerkennung, bot Orientierung bei der Lebensplanung und stärkte das Selbstbewusstsein. Es zeigte auch, welche Rahmenbedingungen nötig sind, um das freiwillige Engagement von jungen MigrantInnen zu fördern und auszuweiten.
Wer Genaueres wissen möchte, kann sich den Leitfaden im Internet auf den Seiten des Jugendmigrationsdienstes (www.jmd-portal.de, Button oben und dann Rubrik Download) anschauen. Die Koordination des Projekts lag bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Ev. Jugendsozialarbeit e.V.
„Also für mich war der wichtigste Lerneffekt, dass ich als Person, wenn ich mich engagiere, was verändern kann, was bewegen kann, mich selber einbringen kann, also so, dass Parzipation was ist, was sich wirklich auch lohnt“ , ist das Fazit eines Erwachsenen, der früher in der Evangelischen Jugend aktiv war. Diese positive Erfahrung möglichst vielen Jugendlichen zugänglich machen – das ist das Anliegen des Bundesjugendrings und seiner Verbände.
Viele Jugendverbände zeigen in ihrer täglichen Arbeit, wie Partizipation aussehen kann. Was sie darunter verstehen, was Jugendliche dort lernen können, warum Beteiligung viel mehr ist als die Abgabe von Gestaltungsmacht, das steht in der neuen Publikation „Partizipation in Jugendverbänden“, die der Deutsche Bundesjugendring begleitend zum Aktionsprogramm für mehr Jugendbeteiligung heraus gebracht hat.
Hier finden sich neben Grundsatzartikeln zum Stand der Diskussion rund um das Thema Beteiligung zahlreiche anschauliche Beispiele aus der Praxis, wo Kinder und Jugendliche selbst bestimmten und aktiv wurden, sei es im Verband selber, sei es bei politischen Aktionen, mit denen sie auf ihre Bedürfnisse aufmerksam machten. Die Broschüre enthält zahlreiche Anregungen, wie man mit Beteiligung ernst machen und Engagement fördern kann. Sie ist kostenlos beim Bundesjugendring unter info(at)dbjr.de oder Tel. 030 / 400 404 00 erhältlich. Infos zum Aktionsprogramm unter www.du-machst.de.
In den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts waren es die Soziobiologen, die mit ihren Forschungen und Interpretationen andere Fachrichtungen und auch die gesellschaftliche Diskussion beeinflussten. Stichwort: Das egoistische Gen bzw. wir als „Sklaven“ unserer Gene.
In den letzten Jahren haben die Erkenntnisse der Neurobiologie einen ähnlich großen Einfluss. Die sogenannten Libet-Experimente legten den Schluss nahe, dass es sich mit unserem bewussten Wollen und Entscheiden nicht unbedingt ganz so verhält wie vorher angenommen. Anscheinend weiß das Gehirn schon, was es tut, bevor es den Befehl dazu gibt. Der Zeitpunkt eines bewusst wahrgenommenen Entschlusses, z.B. eine Hand zu bewegen, lag bei den Versuchspersonen zumeist erst nach den Impulsen, die das Gehirn zum Start der Bewegung aussandte. Daraus folgte in zugespitzter Form die Erkenntnis: „Wir tun nicht, was wir wollen, sondern wir wollen, was wir tun.“ Die Institution des freien Willens geriet ins Wanken. Ist unser Handeln durch unbewusste Prozesse determiniert?
Otto Speck, ehemals Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München, geht in seinem Buch „Hirnforschung und Erziehung“ den Fragen nach, die sich aus der Forschungsdiskussion, die hier nur angerissen wurde, für die Pädagogik ergeben. Legen die Libet-Experimente wirklich den Abschied vom alten Menschenbild nahe? Sollten nun die Pädagogen einpacken mit ihren klassischen Überzeugungen wie der des „Freien Willens“? Ist Erziehung zur Mündigkeit, zur Verantwortung eine Illusion? Lassen sich Begriffe wie Lob und Schuld noch anwenden?
In seinem sehr differenzierten wie spannenden Buch setzt Speck sich damit auseinander, welche neurobiologischen Erkenntnisse die Pädagogik integrieren muss, und er schildert, welches uralte erzieherische Wissen die Hirnforschung neu bestätigt. „Hirnforschung und Erziehung“ ist im Reinhardt-Verlag erschienen und kostet 19,90 €.
Deutschland soll kinderfreundlicher werden. Davon ist zumindest immer die Rede. Auch die Bundesregierung will etwas tun und hat den „Nationalen Aktionsplan für ein kindergerechtes Deutschland 2005-2010“, kurz NAP genannt, beschlossen.
Bund, Länder und Kommunen arbeiten nun an der Umsetzung. Damit aber nicht wieder nur Erwachsene über Kinder und Jugendliche reden, gibt es seit Mitte April das Beteiligungsprojekt des Deutschen Bundesjugendrings und der Servicestelle Jugendbeteiligung. Kinder und Jugendliche aus allen Teilen Deutschlands sind dazu aufgerufen, sich mit Ideen, Anregungen, Vorschlägen und Forderungen für eine kindgerechte Umgestaltung des Landes zu beteiligen (kindgerecht meint hier auch immer jugendgerecht).Vor allem geht es um folgende Themenfelder:
Die Aktivitäten können vom Aufstellen von Forderungen bis zum „Selbst-aktiv-werden“ gehen, vom (kreativen) Darstellen der Vorstellungen von einer kindgerechten Welt bis zum politischen Einfordern und dem Versuch, die jeweilige Lebensumwelt kindgerechter zu gestalten. Eine Broschüre mit Anregungen zum Projekt gibt es kostenlos beim Bundesjugendring (Bestellung über die Homepage www.dbjr.de). Weitere Infos demnächst auch im Internet unter www.beteiligt-kinder.de.
Mehr Förderungs-Stipendien für engagierte Studierende
Noch nie hatten begabte und engagierte Studentinnen und Studenten so gute Aussichten auf die Förderung durch ein Stipendium wie zur Zeit. 2007 sorgte Bundesbildungsministerin Annette Schavan dafür, dass die elf staatlich anerkannten Werke der Begabtenförderung 20 Millionen Euro mehr bekamen. Diese Summe soll bis 2011 um weitere 40 Millionen aufgestockt werden.
Dies bedeutet einen Zuwachs von ca. 6.000 Stipendien. Beim Evangelischen Studienwerk Villigst stieg die Zahl der Stipendiaten von gut 700 auf 900 innerhalb eines Jahres an. 2008/2009 sei ein ideale Zeitpunkt, sich zu bewerben, so die Einschätzung des Studienwerks. Dabei zähle nicht nur die gute Note, sondern vor allem die Persönlichkeit. Wichtig für die Stipendienvergabe ist auch die Bereitschaft, Verantwortung in Kirche und Gesellschaft zu übernehmen.
Interessierte können sich schon nach dem Abitur selbst bewerben. Das Studienwerk bemüht sich auch verstärkt darum, junge Leute aus sogenannten bildungsfernen Schichten anzusprechen. Viele von ihnen denken trotz eines guten Abschlusses noch nicht einmal über ein Studium nach, weil sie es sich nicht zutrauen.
Auch andere Förderer, wie die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Konrad-Adenauer-Stiftung oder die Hans-Böckler-Stiftung ermuntern gesellschaftlich engagierte Abiturienten sich zu bewerben. Allgemein gilt: Man muss nicht unbedingt eine 1 vor dem Komma als Abiturnote haben, um ein Stipendium zu bekommen.
Ein Studium als StipendiatIn bietet nicht nur finanzielle Vorteile, sondern umfasst in der Regel auch ein breites Bildungsprogramm. Bischöfin Margot Käßmann, ehemalige Stipendiatin, meint: „Villigst hat mir vieles ermöglicht, vor allem ein Studium in Unabhängigkeit und Freiheit mit weitem Horizont“.
Infos zum Studienwerk Villigst:
Andere Werke:
In Köln:
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