mittendrin
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Nächstes Wochenende ist es so
weit. Noch ein wenig verloren
stehen die Konfirmandinnen
und Konfirmanden in der
Kirche. Einige wissen die
letzte Zeile aus ihrem Psalm
nicht, andere rutschen
nervös in der Bank herum.
Aber so schlimm ist das
nicht, schließlich ist es ja erst die
Generalprobe.
Ein Jahr waren sie jetzt zusammen und
wurden zu einer festen Gemeinschaft.
Sie haben sich kennen gelernt, viel über
die Bibel und die Kirche erfahren. Doch
trotzdem war ihre Konfirmandenzeit
ein wenig anders als in anderen
Gemeinden. In Herkenrath hat man
sich auf ein Ex-
periment eingelassen,
dass als rundum ge-
lungen zu bezeichnen
ist. Statt auf zwei
Stunden Unterricht
pro Woche zu bauen,
traf sich die Konfir-
mandengruppe ein-
m a l i m M o n a t
S a m s t a g s f ü r 7
S t u n d e n . L a n g e
vorher hatte sich die
Gemeinde mit dieser
Umstrukturierung
auseinander gesetzt
und alle Vor- und
N a c h t e i l e a b g e -
wogen.
So wurde in der
Gemeinde Herken-
rath um Pfarrer Jörg Schmidt
Konfirmandenarbeit zu einem Erlebnis.
Der Eindruck einer schulähnlichen
Veranstaltung verschwand, und das
Erfahren der Gemeinschaft und Jesu
Botschaft rückten in den Mittelpunkt.
Doch auch die verantwortungsvolle
Gestaltung des Unterrichts durch
Ehrenamtliche in Rücksprache mit dem
Pfarrer war für alle eine wertvolle
Bereicherung. Luise (17), die diesem
Helferkreis an-
gehört, hat es pas-
send formuliert:
Mein Konfirman-
denunterricht hat
Spaß gemacht, und
deshalb will ich das
jetzt weitergeben.
Dass dies gelungen
i s t , z e i g e n d i e
rundum zufriedenen
G e s i c h t e r d e r
Konfirmanden, die
nun fast schon am
Ende der General-
probe angekommen
sind. Ein letztes Mal
w i r d n o c h d e r
Einzug in die Kirche
geübt, und dann sind
alle einverstanden.
Zufrieden schauen
auch die Ehren-
amtlichen zu und
fragen sich, wer wohl von diesen
KonfirmandInnen nächstes Jahr im
Helferkreis sitzen wird.
Konfirmandenarbeit
auf neuen Wegen